Welcome on board / Wie es zu diesem Reiseführer kam
im April 2009
Kreuzfahrten liegen im Trend – Der Markt boomt und als einziger Bereich in der Touristikbranche sind hier teilweise zweistellige Zuwachsraten zu verzeichnen.
Auch in Zeiten der Wirtschaftskrise werden neue Schiffe zu Wasser gelassen und neue Zielgruppen erschlossen.
Immer mehr Reedereien haben Familien mit Kindern als Zielgruppe entdeckt. So sind doch die Kleinen die zahlenden Kunden von Morgen.
Nicht nur zu Ferienzeiten sind auf den größeren Schiffen auch mal 600 Kinder und mehr an Bord. Kontaktschwierigkeiten und langes Freunde suchen gibt es da für die eigenen Kinder nun wirklich nicht. Schnell bilden sich Gruppen und gemeinsam wird das Schiff gekapert.
An Bord ist das Tagesprogramm auch oft durch Betreuung an Bord bestens abgedeckt und Spass und Spiel stehen mit Schiffsralleys etc. im Vordergrund,… ( leider aber inzwischen auch dort viel zu oft Playstation, X-Box und Co….)
Doch spätestens bei der Planung der Landausflüge hat die Familien-Orientierung der Reedereien ein jähes Ende….
Überteuerte Landausflüge von Vor-Ort Anbietern, auf die die Reedereien zurückgreifen (müssen?), Busladungen voller Touristen an historischen Orten und die Kinder sehen in der Masse nur noch Rücken – oftmals kein wirklich schöner Anblick…
In den vergangenen 7 Jahren haben wir mit unseren beiden Kindern, Frederic und Lucas ( inzwischen 12 und 9 ) zahlreiche Kreuzfahrten unternommen.
Jedes Mal stellten sich uns und vielen anderen Eltern die Fragen:
Wie begeistern wir unsere Kinder für die jeweiligen Destinationen so, dass wir alle auf unsere Kosten kommen und den Landgang stressfrei genießen können und dabei noch viel sehen und Spaß haben ?

Die von den Reedereien verkauften Landausflüge kommen dabei nur bedingt in Betracht.
Zum einen sind sie oftmals hoffnungslos überteuert, so dass für eine vierköpfige Familie für einen einzigen ganztägigen Landausflug z.B. nach Rom schnell mal 420€ zusammenkommen, zum anderen sind sie schlichtweg nicht unbedingt familiengerecht, sondern unflexibel im Ablauf und nicht allzu selten endet der teure Landausflug wie z.B. in Istanbul gerne mit einer Verkaufveranstaltung in einer Teppichfabrik.
Nach diversen Erfahrungen dieser Art, begann ich damit die Landausflüge für uns nur noch
individuell zu planen. Das war oft wochenlange Recherche in diversen Internetforen und zig Reiseführern und Büchern, bis man wenigstens einen Bruchteil der Informationen zusammen hatte. Und man stellte fest: Es sind doch immer wieder die gleichen Fragen die auftauchen.
Welchen Zug nehmen ?
Kann man sich auf Busfahrpläne verlassen ?
Was kosten Hop-on / Hop-off Busse und wielange dauert die Tour tatsächlich ?
Welche Museen bieten Audioguides auf deutsch für Kinder an ?
Zudem liegen die Schiffe nun nicht gerade im Zentrum, also wie gelangt man problemlos vom Hafen Civitavecchia bis ins etliche Kilometer entfernte Rom und vor allen Dingen wieder zurück pünktlich aufs Schiff ?
Und wie kommt man unkompliziert vom Hafen Livorno zum schiefen Turm?
Und wann muss ich wo sein, um der Masse zu entgehen – welche Sehenswürdigkeiten einer Stadt sind in einem Halbtages- oder Ganztagesausflug stressfrei zu schaffen ?
Fragen über Fragen….
So begann ichnach unseren Reisen selbst damit, Reiseberichte unter dem Aspekt „Mit Kindern auf Kreuzfahrt“ zu veröffentlichen und bekam regelmäßig viel positives Feedback und sehr viele Nachfragen bzgl. der Destinationen. Und auch hier tauchten immer wieder die gleichen Fragen auf, die die meisten beschäftigen.
Inzwischen haben wir die meisten Anlegehäfen der klassischen Routen, die so oder in ähnlicher Form von fast allen Reedereien insbesondere zu Ferienzeiten angeboten werden, schon mehrfach mit dem Schiff bereist und teilweise auch ohne Schiff für mehrere Tage erkundet und haben dabei viel Material zusammengetragen.
Dabei erhebt dieser Reiseführer keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
Da es zu den einzelnen Destinationen bereits zahlreiche Reiseführer auf dem Markt gibt, die aber oft schlichtweg zu umfangreich sind, um bis zum „Alle Mann an Bord“ Landgangsende alles gesehen zu haben, möchten ich und Käpt`n KoC, die kreuzfahrende Seemöwe, uns darauf beschränken, dass wesentliche zu den Zielen einer Reise in einem Band wiederzugeben und dabei zu jedem Reiseziel ein paar familiengerechte Touren vorstellen, die zeitlich optimal und einfach zu planen sind und Raum für Flexibilität und spontane Änderungen lassen.
Wer Kinder hat, erlebt vieles mit anderen Augen, muss flexibler planen und kann hinterher manches mal nach vielen Trinkpausen eher einen Reiseführer über die Zustände von öffentlichen Toiletten schreiben, als dass man dazu gekommen wäre, sich wirklich etwas anzusehen.
Damit dieses nicht zur Regel wird, geben wir hier unsere familien-erprobten Lieblingstouren preis ( und unsere Kinder sind harte Kritiker ! ).
Kids on Cruise orientiert sich an den klassischen Routen die so oder in ähnlicher Form alle Jahre wieder von den großen Reedereien gefahren werden und insbesondere bei Erstfahrern und Familien aufgrund der kurzen Anreise und der wunderschönen Ziele sehr beliebt sind. Insbesondere Häfen im westlichen Mittelmeer eignen sich besonders gut, um auf eigene Faust auf Tour zu gehen.
Die Tourvorschläge sind dabei individuell kombinierbar und lassen sich problemlos auf eigene Bedürfnisse zurecht “stutzen“ – ebenso gibt es detaillierte Infos zu Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Käpt`n Koc gibt dabei gerne mal von unseren eigenen Kindern erprobte und für gut befundene Lesetipps zu Büchern für Kinder, mit denen man sich optimal auf das jeweilige Ziel mit Spannung und Spaß vorbereiten kann und sich somit auch die Zeit zwischen den Landausfügen gut vertreiben kann – falls das Programm an Bord dafür Zeit lässt.
Zudem hält er so manche nette Anekdote und vieles Wissenswertes zu den Zielen für Euch Kinder bereit, mit dem Ihr vielleicht sogar Eure Eltern noch verblüffen könnt!
Unterstützt wird er dabei von Frederic, 12 Jahre, er interessiert sich für alles was mit Sport zu tun hat ( vor allen Dingen, wenn es sich dabei um einen Ball dreht ) und für Technik. Und von Frederic`s Bruder, dem Nachwuchsforscher Lucas, 9 Jahre, der sich vor allem für die spannende Geschichte historischer Orte sowie für alles, was mit Experimenten zu tun hat, interessiert.
Viel Spaß auf Eurer Reise