Keine Angst vor der "SNRÜ"
= SeeNotRettungsÜbung !!!

(C.Starmann 05/2010)
Sie ist wichtig und ganz gleich wie oft man auf einem Schiff schon gereist ist, man muss sie jedes Mal wieder mitmachen. Und das ist auch gut so!
Einen wirklichen Ernstfall werdet Ihr an Bord Eures Schiffes hoffentlich und wahrscheinlich nicht erleben.
Aber ebenso wie Stewardessen in Flugzeugen erklären, was im Notfall zu tun wäre, muss das natürlich auch auf einem großen Schiff mit so vielen Gästen erklärt werden.
Innerhalb der ersten 24 Stunden an Bord Eures Kreuzfahrtschiffes – das ist Vorschrift – findet daher eine sogenannte Seenot-Rettungsübung statt. Manche Vielfahrer nennen sie nur noch kurz „SNRÜ“ – Ihr müsst Euch das in etwa so vorstellen wie einen Probe-Feuer-Alarm an Eurer Schule, auf dem Schiff nennt sich das dann in der Durchsage "Generalalarm for exercise".
Die Seenot-Rettungsübung wird vorher angekündigt und der Termin steht auch in Eurer Bordzeitung.
Zum festgesetzten Zeitpunkt ertönt ein bestimmtes ganz lautes Signal der Generalalarm (das kann man nicht überhören), bitte nicht erschrecken:
Der Alarm: Sieben kurze und ein langer Ton
Bei diesem international üblichen Alarm – sieben kurze Töne und ein langer Ton – müssen sich alle Passagiere umgehend zu den Sammelstellen (Musterstationen) begeben und den Anweisungen des Personals folgen.
Je nach Schiff müsst Ihr zudem sofort Eure Rettungswesten anziehen, die in Eurer Kabine liegen und Euch damit bekleidet zur Musterstation begeben. Die Teilnahme an der Rettungsübung ist Pflicht auf jedem Schiff und jeder Passagier ist verpflichtet, daran teilzunehmen.
Rettungswesten für Babies, Kinder und Erwachsene
Es gibt unterschiedliche Rettungswesten: für Babys ( die sehen aus wie Schlafsäcke, sind also mehr Babyrettungsanzüge als Rettungswesten ), Kinderrettungswesten und für Erwachsene – ( übrigens: es gibt sogar welche für Hunde, aber da die an Kreuzfahrtschiffen ohnehin nicht erlaubt sind, habt Ihr wahrscheinlich keine an Bord ). Sollten spezielle Westen für Kinder in Eurer Kabine fehlen, dann gebt unbedingt an der Rezeption Bescheid.
Auf manchen Schiffen findet die SNRÜ auch ohne Rettungswesten statt.
Auf den Rettungswesten steht manchmal auch Eure Kabinennummer drauf und Eure Musterstation. Die Musterstation ist der Treffpunkt, wo Ihr Euch zur Rettungsübung ( und im Notfall ) treffen würdet. Außerdem ist eine Trillerpfeife daran befestigt und ein Blinklicht.
Auch auf Euren Bordkarten steht geschrieben, zu welcher Musterstation Ihr zur SNRÜ (und im Ernstfall) müsst. Habt Ihr Eure Rettungswesten angezogen, düst Ihr zum Treffpunkt. Die Stationen sind ausgeschildert und es stehen auch ganz viele hilfsbereite Crew-Mitglieder in den Gängen, die den Weg weisen.
An der Musterstation werden nun alle Kabinennummern nach einander aufgerufen, um zu prüfen, ob alle da sind. Eine SNRÜ ist für alle Gäste Pflicht. Wenn Eure Kabinen-Nummer noch nicht notiert wurde und aufgerufen wird, ruft Ihr ganz laut: „HIER!“
Sind alle passagiere versammelt erfolgen die allgemeinen Hinweise zur Sicherheit udn zu Verhaltensweisen im Notfall. Hier sollte man aufmerksam zuhören!
Je schneller alle bei der Musterstation sind und je deutlicher alle „Hier“ rufen, desto schneller ist die SNRÜ wieder vorbei und Ihr könnt zu Euren Freunden in den Kids-Club, an den Pool oder zum Essen !
Leider gibt es manchmal einige Gäste, die diese wichtige Veranstaltung nicht ernst nehmen und viel zu spät kommen oder rumalbern. Aber Ihr wisst ja jetzt wie es geht und vielleicht könnt Ihr es den anderen erklären, die es noch nicht wissen?
Eine Seenot-Rettungsübung ist also nichts, wovor man Angst haben muss ! Die Crew muss regelmäßig solche Übungen machen. Ihr als Gäste aber nur ein einziges Mal auf Eurer Reise. Manchmal findet im KidsClub auch noch eine spezielle Sicherheitseinweisung für Eltern und Kinder statt.
Tipps zur Sicherheit - Rettungswesten & Co: - Rettungswesten griffbereit haben (nicht im Schrank hinter sämtlichen Kleidungsstücken verstecken) - das richtige Anlegen auch mit Kindern üben - Treffpunkt ausmachen und den Weg zur Musterstation mehrfach abgehen - Ein Rettungsplan befindet sich an der Innenseite jeder Kabinentür - warme Kleidung und soweit vorhanden eine Taschenlampe bereit legen (für etwaige Stromausfälle) - Bordkarten bei sich tragen (gilt auch und insbesondere für Kinder - auf Ihnen ist Name und Musterstation vermerkt) und ggfs. erhaltene Armbänder für Kinder mit Angaben zur Musterstation etc nicht entfernen, auch wenn sie lästig erscheinen. - Aufmerksam zuhören, wenn die Sicherheitsanweisungen durchgegeben werden |
Gute Reise !!!!
Video Ablauf Seenotrettungsübung
- AIDAvita ( Frederic und Lucas winken Euch gegen Ende des Videos auch fleißig zu!):
